VOC

VOC: Volatile organic compounds: Leichtflüchtige organische Bestandteile

Immer wieder wird nach dem Bezug neuer oder renovierter Räume von den darin lebenden Menschen über anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen, Konzentrationsschwächen und/oder allgemeinen Leistungsabfall geklagt.

Ursache sind häufig Emissionen, die von den verwendeten Baumaterialien ausgehen. Denn bei einer Vielzahl, der sich im Handel befindlichen Baumaterialien, ist deren Ausgasungsverhalten unbekannt. Von hoher Bedeutung für die Raumluftbelastung sind auch die Hilfsstoffe wie Kleber, Haftgrund, Lackversiegelung etc., mit denen die Bauprodukte verarbeitet oder veredelt werden. Nahezu unbekannt sind darüber hinaus die Effekte und Reaktionen, die auftreten, wenn verschiedene Bauprodukte gemeinsam verbaut oder wenn chemische Reinigungsmittel eingesetzt werden.

Meine Untersuchungen an belasteten Neubauten sowie an kompletten Fußbodenaufbauten für sanierte Wohnungen haben ergeben, dass blindes Vertrauen in Herstellerangaben oder in das Wort „Öko“ keinesfalls vor erhöhten Gehalten an leichtflüchtigen organischen Verbindungen in der Raumluft schützt. Vielmehr lieferten die Untersuchungen so überraschende Ergebnisse, dass traditionelle, aus der Mode geratene Materialien, für die schadstoffarme Renovierung einer Wohnsiedlung wieder eingesetzt wurden.

Bei der Raumluftmessung auf flüchtige organische Verbindungen werden als Adsorbens TENAX-Röhrchen eingesetzt. Dabei werden über 250 verschiedene chemische Substanzen erfasst und können nach der Auswertung im Labor mit Referenzwerten verglichen werden.

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